Am Samstag war es nicht nur das erste Bootcamp des Team Germany im Kölner Xperion, nein es war auch die Geburtsstunde des #PaddyFanClubs. Paddy war vor Ort der einzige Vertreter der Mannschaft von NYCE, doch konnte sich auf seine Mitspieler im Streamchat verlassen. Grund genug dem Ganzen noch einmal auf den Zahn zu fühlen und in einem persönlichen Gespräch das Bootcamp und den Fanclub noch einmal Revue passieren zu lassen.

esport-manager.com: Hallo Paddy, danke, dass du dir die Zeit für uns nimmst. Wie bewertest du nun in der Nachbetrachtung das Bootcamp des Team Germany im Xperion?

Das war natürlich eine ganz neue Erfahrung, gerade aus Sicht eines FIFA-Spielers, wo die Szene noch nicht so groß ist, dass man mit den bekannten E-Sportlern mithalten kann. Ein Offline-Event gesponsert bekommen ist dann auch erstmal eine ganz andere Welt. Da fragt man sich schon: Wie läuft das alles ab und denkt an die Dynamik, wie sich das im vergangenen Jahr noch einmal entwickelt hat.

Paddy von NYCE

esport-manager.com: Mit welchen Erwartungen bist du nach Köln gereist?

Ich hatte keine großen Erwartungen, man wusste ja auch gar nicht so genau, worauf man sich eingelassen hat. Die Gedanken waren bei einem Bootcamp eher in die Richtung, dass man sich dann besser kennenlernt, auch mal Gespräche mit den Mitspielern führen kann und sie dann auch persönlich sieht und nicht nur hört. Die meisten hatten sich ja vorher noch nie gesehen. Dementsprechend wurden die Erwartungen dann auch übertroffen Bis auf kleine technische Probleme lief auch alles reibungslos und vom Ablauf her war das eine starke Sache, gerade auch was alles von Seiten der Partner esport-manager.com und Apollo aufgezogen wurde, hat man sich sehr wertig gefühlt und schon fast wie ein echter „Profi“.

Paddy von NYCE

esport-manager.com: Glaubst du, dass das Aufeinandertreffen noch Einfluss auf eure Performance beim Eurocup 2022 haben kann und als Zusatzmotivation dient?

Mit voller Konzentration gehen Paddy und das Team Germany im Eurocup an den Start. Foto: DNLRSSLR

Ich denke alleine dadurch, dass man sich nun kennt und die Personen im Kopf verankert hat, ist das eine ganz andere Dynamik, wenn man sich dann virtuell wieder trifft. Am ersten Ligaspielsonntag danach habe ich das auch direkt gemerkt. Beim Einspielen ist man dort auch auf einen Mitspieler auf der Nationalmannschaft getroffen und denkt dann „Krass, den hab ich jetzt auch mal persönlich getroffen.“ – da hat man schon ein ungewohntes Gefühl. Beflügeln kann das Ganze nun schon, im Kopf macht man sich allerdings nun schon mehr Gedanken, im Großen und Ganzen ist die Resonanz jetzt durchaus positiv. Es kann natürlich jetzt einen großen Impact geben, gerade wenn es erfolgreich laufen würde. Dann würde auch den Modus Pro Clubs im Internet und in der Presse größer machen und man erreicht mehr Zielgruppen.

Paddy von NYCE

esport-manager.com: Dass es eine gesteigerte Aufmerksamkeit gibt, dürfte bereits jetzt klar sein, wenn man sich die Nachberichterstattung einmal anschaut…

Es ist halt einfach krass gewesen, wenn man sich das mal anschaut. Ich bin normal niemand, der in den Vordergrund rückt sondern bin lieber im Hintergrund, auch von der Persönlichkeit her. Aber wenn dann auf Portalen wie Kicker erscheint, ist das alles andere als alltäglich, das jedem irgendwie mal passiert. Das ist dann schon außergewöhnlich.

Paddy von NYCE

esport-manager.com: Eigentlich möchtest du nicht in den Vordergrund rücken, am Samstag während des Streams geschah aber das genaue Gegenteil, denn es war die Geburtsstunde des Paddy-Fanclubs. Wie fühlt es sich an, wenn man ungewollt dann diese Aufmerksamkeit erhält?

Die meisten Nationalspieler haben den Stream gar nicht wirklich verfolgt und wollten sich den noch mal im Anschluss in Ruhe anschauen. Ich habe hingegen den Stream in den Pause, als ich nicht aktiv gespielt habe, schon verfolgt und mitbekommen, dass meine Leute von NYCE da ordentlich Betrieb gemacht haben. Das hat mich sehr gefreut, aber hat dann natürlich eine gute Dynamik genommen. Unterstützung ist natürlich immer schön und wenn sie von meinen Leuten kommt dann natürlich erst Recht.

Paddy von NYCE

esport-manager.com: Ist das dann auch der Teamgeist bei NYCE, der dort gelebt wird? Und kennt ihr euch dort auch persönlich oder ist es so, wie es beim Team Germany bis Samstag war?

Einzelne kennen sich persönlich, aber im Großteil sind es Internetbekanntschaften. Zudem ist es im Pro Clubs Modus normal, dass es eine hohe Fluktuation gibt. Wir haben zwar einen Stamm über viele Saisons und Jahre, aber hatten zuletzt auch einen Umbruch. Generell ist das Teamgefüge jedoch super und man unterstützt sich gegenseitig, ja.

Paddy von NYCE

esport-manager.com: Also ist es im Grunde genommen wie auch in jeder Kreisliga-Kabine, wo Späße gemacht werden und dann Dinge wie der #PaddyFanClub entstehen?

Ja, wir haben am Mittwoch auch trainiert und in dem Stream habe ich den entsprechenden Hashtag platziert. Klar ist es eine lustige Sache und warum soll man das dann nicht mitnehmen und noch ein wenig zusätzlich befeuern? Die Scherze sind normal, aber im Endeffekt – auch wenn es nur ein bisschen Aufmerksamkeit verursacht – hilft es natürlich.

Paddy von NYCE

esport-manager.com: Im zweiten Spiel ging der Stern des #PaddyFanClubs dann auf. Nimm uns doch noch einmal mit aus der Sicht des Spielers.

Im Nachhinein habe ich mir das Spiel noch gar nicht angesehen. Wir haben 4:1 gegen Portugal gewonnen, ich hatte vier Torbeteiligungen mit drei Toren und einer Vorlage und bin dadurch dann noch Spieler des Spiels geworden – da war der Fanclub dann noch präsenter. Dann hat es mit dem anschließenden Interview (Ab 02:27:00) in der Talkshow gut ins Programm gepasst, passend zur Leistung und dem Fanclub.

Paddy von NYCE

esport-manager.com: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die kommenden Aufgaben!