Die deutsche Nationalmannschaft im Pro Clubs ist im Sommer FIFA 21-Weltmeister der IPCC geworden. Jetzt bekam das Team eine Anerkennung für die Leistung.

Das Kaffee-Service „Mariposa“ von Villeroy & Boch bekamen die Fußballerinnen der deutschen Nationalmannschaft 1989 zum Gewinn der Europameisterschaft als Siegprämie vom Deutschen Fußballbund überreicht. Lange ist das her. Heute, im Zuge der weiteren Professionalisierung des deutschen Frauen-Fußballs, undenkbar – drückt eine Siegprämie doch immer auch den Stellenwert und die Wertschätzung aus, die Sportler für ihre Leistungen erhalten.

Deutschland ist amtierender Fußball-Weltmeister

Der virtuelle Fußball war bisher auf diesem Niveau noch nicht angekommen. Das Nationalteam, welches auf dem PC, im Sommer die Weltmeisterschaft der Internationalen Pro Clubs Community (IPCC) gewann, bekam zunächst keine Siegprämie – trotz des Triumphes im Juli über Italien (esport-manager.com berichtete). „Der Weltmeistertitel ist eine schöne Belohnung für uns. Allerdings findet er außerhalb der Community bisher kaum Beachtung und Bedeutung“, berichtet Nationalspieler und Weltmeister Marcel Fitzek, in der Community besser als „Fitzo“ bekannt.

Man stelle sich einmal vor, was los wäre in Fußball-Deutschland, wenn das DFB-Team, „die Mannschaft“, um Nationaltrainer Hansi Flick Weltmeister würde – die Gazetten, Nachrichtensendungen und Magazine wären voll mit Geschichten, Portraits und Interviews. „Davon sind wir noch sehr weit entfernt“, berichtet Fitzek weiter.

„Eine Leistung, die Respekt verdient“

Einer, dem die Leistungen der virtuellen Nationalmannschaft aufgefallen waren, ist Unternehmer und Fußball-Romantiker Carsten Stopka aus Remscheid. „Ich hatte über den Kontakt zu Patrick Baur vom esport-manager über die Entwicklungen im eFootball mitbekommen und auch von dem Titelgewinn der Nationalmannschaft gehört. Eine Leistung, die Respekt verdient. Und als ich hörte, dass es dafür keinerlei Siegprämie oder Anerkennung gibt, wollte ich etwas für die Jungs und Mädels tun.“ Gesagt, getan. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Nationalmannschaft entstand die Idee, dem Team erstmals einen einheitlichen Look zu verpassen. „Zuvor hatten wir bei den Spielen immer ein Trikot der DFB-Elf an. Aber ein eigenes Trikot mit unserem Wappen, unseren Namen – das gab es nicht“, beschreibt Weltmeister „Fitzo“ die Ausgangssituation. Ab dann ging alles seinen Weg. Die ersten Entwürfe für ein eigenes Trikot der virtuellen Fußball-Nationalmannschaft wurden gestaltet, mit dem Team und dem neuen Sponsor abgestimmt.

Die Nationalmannschaft jetzt mit eigenem Trikot

Am Dienstag trafen sich nun Teammanager Markus Günther alias „Salva“, Marcel Fitzek, Patrick Baur und Carsten Stopka zum Fototermin und der offiziellen Trikotübergabe in Remscheid. Dabei äußerte der neue Sponsor des Nationalteams, Carsten Stopka, dann auch einen ganz konkreten Wunsch: „Ich will das gerne auch einmal ausprobieren und mit den Weltmeistern virtuell kicken.“ Stopka, der lange Jahre beim Remscheider Generalanzeiger in der Sportredaktion arbeitete und im Fußball-Kreis Remscheid auch als Schiedsrichter, Trainer und Funktionär bekannt ist, sieht im eFootball als Mannschaftssport „eine spannende Entwicklung, die zukunftsorientiert ist.“ Zumal im virtuellen Fußball zwischen Männern und Frauen kein Unterschied gemacht wird – denn sie spielen im selben Nationalteam!