Heute dürfen wir euch den Content Creator und eSportler Furkan ´Furkyplayz´ Kayacik vorstellen. Der sympatische 21- Jährige Kasseler konnte aufgrund von Verletztungen leider seinen Traum von einer Fußballkarriere nicht wahrnehmen. Dies ermöglichte es ihm, zu einem erfolgreichen FIFA YouTuber aufzusteigen und ein Teil einer eSports- Abteilung eines Profivereins zu werden. Allein 63.000 Abonnenten auf YouTube und weiteren 15.000 Followern auf Instagram sprechen für sich.
Wir reden über seinen Wechsel, seine Ziele, seinen Alltag und natürlich über das Mittel zum Zweck ´FIFA`. 

 

1. Du hast vor gut zweieinhalb Jahren auf YouTube mit dem professionellen Streamen deiner Weekend League begonnen. Wie kam es zu diesem Schritt?

Furky: Ich wollte in meinem Leben eigentlich immer Fußballprofi werden. Mit 15 Jahren musste ich aber größtenteils sportliche Aktivitäten einschränken, da bei mir eine komplizierte Leistenverletzung diagnostiziert wurde. Dadurch habe ich immer mehr auf dem virtuellen Rasen gekickt. Als ich das Abitur erfolgreich absolviert hatte, wollte ich nicht den „Standardweg“ mit Studium oder Ausbildung gehen. Dann kam ich vor allem auch durch die Motivation von meinem großen Bruder aufs Streaming. Ja und dann lief es halt sehr schnell sehr gut.


2. Seit ungefähr einem Jahr bist du Teil der eSport Mannschaft von Viktoria Köln. Wie entstand der erste Kontakt zur Viktoria? Wie hat sich seitdem deine „eSport-Gegenwart“ geändert?

Furky: Der Kontakt kam durch die Zusammenarbeit zwischen ThatsFootball (seit dieser Saison bin ich Teil von TF eSports) und Viktoria Köln zustande. Ich bin froh Teil dieses traditionellen Vereins zu sein. Der erste Kontakt war sehr „warm“. Wir haben mit den Fußballprofis sowohl auf dem virtuellen als auch auf dem echten Rasen gekickt und uns gut verstanden. Sehr viel hat sich an meinem Leben dadurch aber nicht geändert.


3. Inwiefern findet ein Training bei euch statt? Wie viele Stunden am Tag investierst du in das Training vor dem Bildschirm?

Furky: Unterschiedlich. Ich würde sagen durchschnittlich trainiert man so 2-3h am Tag. Vor wichtigen Turnieren dann auch mal 5-6h. Training heißt meistens Games gegen andere Pros und anschließende Fehleranalyse.


4. eSport beansprucht vor allem die Konzentration. Trainierst du auch Sachen abseits der Konsole, um dein FIFA Spiel zu verbessern?

Furky: Ehrlich gesagt bleibt mir dafür gar keine Zeit. Dadurch, dass ich eben auch viel YouTube Content bringe, habe ich kaum noch Zeit für andere Dinge. Wenn mir mal Zeit bleibt, dann versuche ich da eigentlich eher mal abzuschalten mit Filmen oder Serien.


5. In Deutschland gibt es viele Streamer/ eSportler mit großer Reichweite und großem Erfolg auf der nationalen sowie internationalen Bühne.
Du hast mit ungefähr 63.000 Abonnenten auf YouTube und 15.000 Followern auf Instagram ebenfalls eine starke Community. Was sind diesbezüglich deine Ziele für die Zukunft? Gibt es für dich Vorbilder in der Szene?

Furky: Ich hatte im Leben nie Vorbilder. Ich wollte immer ich selbst bleiben und fahre damit auch ganz gut. Ich setze ungern zahlenbasierte Ziele. Ich bin aktuell glücklich wie es läuft und habe Spaß mit meiner Community zu interagieren. Meine Community setzt aber als Ziel die 100.000 Abos auf YouTube zu knacken.


6. Empfindest du die mediale Aufmerksamkeit, die der eSport im Moment erhält, als ausreichend?

Furky: Nein. Ich finde da ist vor allem im FIFA eSports noch extrem viel Potenzial.

A: Da teilen wir die gleiche Ansicht!


 

7. Während deine Freunde und Familie eine Ausbildung, ein Studium, ihren Schulabschluss machen oder einen Job ausüben bist du professioneller eSportler. Wie haben die darauf reagiert als du eSportler wurdest?

Furky: Jeder findet das sehr aufregend und interessant. Ich habe eigentlich nur positive Reaktionen bekommen. Vor allem der Faktor, dass man eben aus einem Hobby ein Beruf machen kann ist sehr schön. Natürlich verstehen die Meisten aber auch nicht ganz wie alles abläuft, aber verständlich.


8. Jedes FIFA Game ist etwas anders. Wo siehst du die Stärken von FIFA 21 und wo siehst du noch Verbesserungspotenzial für FIFA 22?

Furky: Ich finde FIFA 21 ist deutlich stärker als sein Vorgänger. Mir macht es Spaß, auch wenn immer mehr negative Stimmung aufkommt. Ich wünsche mir, dass wir in FIFA 22 eher offensives, als defensives Gameplay sehen. FIFA 21 finde ich vor allem in der Offensive sehr abwechslungsreich, aber trotzdem bleibt es dabei, dass die Defensive zu stark unterstützt wird.


9. Kannst du zum Abschluss unseren Lesern noch einen Tipp geben, wie sie ihre „FIFA“-Skills verbessern können?

Furky: Grundsätzlich sollte man dranbleiben und alles an Content mitnehmen, was man auf YouTube usw. findet. Tutorials oder eben Gameplay von den Pros anschauen. Ganz wichtig ist auch, dass man seine eigenen Spiele analysiert und schaut, was man falsch macht. Oft sieht man dann bestimmte Fehlermuster, die immer wieder auftauchen.


Vielen Dank für den interessanten Austausch!
Wir wünschen dir für deine kommenden Challenges viel Erfolg!