Das von esport-manager.com veranstaltete TryOut Turnier am 19.02. trägt erste Früchte. Mit dem TV Hasten steht ein Neuling für die kommende Spielzeit in der ProLeague Championship nun fest. Der Verein aus Remscheid hatte bereits seit einiger Zeit damit mit der Möglichkeit geliebäugelt und machte nun Nägel mit Köpfen. „Wir haben schon seit Langem geplant in den eSports einzusteigen. Während eines Beratungsgespräch hat Patrick Baur mir vorgestellt, wie der Ablauf im Pro Clubs Modus aussieht. Nach Rücksprache mit unserem 1. Vorsitzenden Klaus Hesse haben wir uns dann entschieden mitzumachen.“, so Alireza Tajiki, Vorstandsassistent des TV Hasten.

Gut aufgestellt in die erste Spielzeit

Ein wichtiger Faktor war dabei das Probeturnier, um ein erstes Gefühl für den Modus zu bekommen: „Das TryOut Turnier, an dem wir teilgenommen haben, hat dann die letzten Zweifel beseitigt.“, so Tajiki weiter. Denn für viele Spieler war der Pro Clubs Modus bisher Neuland. Doch durch die Möglichkeit zunächst eine Testphase zu durchlaufen, konnten die Spieler überzeugt werden. Dabei hat Tajiki mittlerweile einen ordentlichen Stamm an Spielern für den TV Hasten begeistern können und durfte sogar zwei Rückkehrer in den Verein begrüßen: „Aktuell haben wir 15 Spieler beisammen und versuchen regelmäßig zu trainieren. Dabei konnten wir sogar ehemalige Mitglieder wieder in den Verein holen, die auch an unserem eSports-Team teilnehmen wollen.“

Verschiedene Ziele

Insgesamt hat der TV Hasten die Möglichkeit erkannt, sich digital zu verlängern. Dabei geht es zunächst einmal darum, ein Zusatzangebot zu schaffen, welches nicht mit dem realen Fußball konkurrieren soll. Denn wer selber schon einmal in einem Verein aktiv war, weiß, dass es nicht zur Normalität gehört, dass die Mannschaftsmitglieder untereinander bestens vernetzt sind. Diese Chance sieht Tajiki nun im Pro Clubs Modus, da dort unabhängig von demographischen Faktoren oder Fertigkeiten auf dem realen Rasen gespielt werden kann. „Primäres Ziel ist es, dass wir den Verein untereinander verbinden und zusammenbringen. Zudem wollen wir die aktuellen Mitglieder durch das Zusatzangebot an den Verein binden. Wenn wir weitere Mitglieder dadurch in den Verein bekommen, wäre das sehr schön, aber die Priorität liegt zunächst vereinsintern.“

Onboarding auf einfache Art und Weise

Der Kontakt zu esport-manager.com, der sich um die Vermarktung der ProLeague kümmert, kam dabei denkbar einfach zustande. Nachdem man zunächst in den schriftlichen Austausch via Instagram gegangen war, konnte man in einem persönlichen Gespräch die Vorzüge der Teilnahme noch besser darstellen. Anschließend wurde zunächst ein Test-Turnier gestartet und im weiteren Verlauf eine Mannschaft zusammengetrommelt. Dies dürfte sicherlich in der nahen Zukunft noch für viele weitere Vereine interessant werden. Da der TV Hasten ein eingetragener Verein ist, wird man auch in der kommenden Spielzeit in der ProLeague Championship starten und sich dort mit anderen Vereinen messen.

WDR mit eigenem Beitrag

Dass der Vorgang jedoch noch nicht alltäglich ist, beweist das Interesse des WDR, der sich kurzerhand die Zeit nahm und sowohl mit Alireza Tajiki, als auch mit den Verantwortlichen von esport-manager.com sprach.

In dem knapp 110-sekündigen Video (den man sich hier noch einmal ansehen kann), wird präzise auf die Möglichkeiten eingegangen, aber auch auf die Risiken. Denn die Corona-Krise hat gezeigt, dass es in solchen Phasen durchaus Schwierigkeiten geben kann, sich mit anderen Menschen zu verbinden und somit nicht auf soziale Kontakte verzichten zu müssen. Durch die virtuelle Sportsimulation als Mannschaftssport entstehen somit neue Möglichkeiten, die Vereinen weitere zukunftsträchtige Optionen bieten. Insofern ist der TV Hasten neben den anderen ProLeague Championship-Vereinen hinsichtlich der Gesamtzahl deutscher Vereine mit Sicherheit noch in einer Pionierrolle. Doch wer früh die Zeichen der Zeit erkennt, kann bereits rechtzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Vereinszukunft stellen. So geschehen beim TV Hasten aus Remscheid.