Nach insgesamt 38 Spieltagen in der ProLeague Championship setzten sich SC Verl am Ende verdientermaßen die Krone auf und gewann die ProLeague Championship. Insgesamt holte man im Ligabetrieb 102 Punkte und auch das Torverhältnis (126:21) war im positiven Bereich und mit +105 ebenfalls dreistellig. Bei elf Punkten Vorsprung vor dem Verfolger SC Paderborn 07 eSports war es insgesamt eine verdiente Meisterschaft.

Dominanz in der Liga

Die Saison in der Championship startete für die Mannschaft von Vereinsmanager Levin de Souza hervorragend. Mit 14 Siegen in Folge machte man von Anfang an klar, dass in dieser Spielzeit nur die Meisterschaft das Ziel sein kann. Doch auch von kleineren Rückschlägen ließ sich das Team nicht beeindrucken. Nachdem man an den Spieltagen 15 und 16 jeweils sieglos blieb (1 Unentschieden, 1 Niederlage), startete man die nächste Serie und überbot sogar den Saisonstart. Ganze 18-mal in Folge konnte der SC Verl die volle Punktausbeute erreichen. „Für viele im Verein ist das wie ein Traum. Die deutsche Meisterschaft und den SC Verl in einem Satz zusammen – das hört man nicht oft.“, äußerte sich de Souza nach dem Titelgewinn.

Virtueller Fußball, echte Trophäe

Zwar war der Triumph virtuell auf der Playstation, doch am Samstag konnte man zumindest physisch etwas in den Händen halten. Mit Marcel Fitzek von ProLeague.de und Patrick Baur von esport-manager.com waren zwei Verantwortliche am vergangenen Samstag nach Paderborn gereist, um eine Wandertrophäe zu überreichen. In der Halbzeit der 3. Liga-Partie im analogen Fußball zwischen dem SC Verl und dem SC Freiburg II wurde der eSport-Abteilung nun auch von offizieller Seite gratuliert. Nach dem FC Galaxy Steinfurt 2013 e.V. ist der SC Verl nun der zweite Titelträger. Übergeben wurde der Pokal in der Benteler-Arena in Paderborn, wo der SC Verl derzeit Teile seiner Heimspiele austrägt. Ausgerechnet dort, wo die analoge Fußballmannschaft des Championship-Vizemeisters SC Paderborn 07 ihre regulären Heimspiele austrägt. Geschichten, die nun auch im eFootball geschrieben werden.

Aushängeschild eFootball

Mario Lüke, Vorstand Marketing des SC Verl bezeichnete die eFootball Abteilung als „Aushängeschild“. Zudem betonte er, dass der SC Verl aus mehr bestehe als der ersten Mannschaft im analogen Fußball. Zudem versprach er, dass die Meisterfeier der eSportler vom Verein SC Verl bezahlt werde. Insgesamt zeigt sich, dass der SC Verl die Chance sich digital zu verlängern bereits früh wahr genommen hat. Nun werden die ersten Früchte geerntet. Denn wer als Verein nun frühzeitig einsteigt und einen ordentlichen Aufbau betreibt, für den besteht ebenfalls die Chance sich demnächst deutscher Meister bezeichnen zu dürfen.