Eine neue eSport Expertenrunde geht an den Start! Organisiert vom Coworking Space in Solingen kommen in lockerer Runde regelmäßig echte eSport Experten zum Quatschen über den digitalen Sport zusammen. Was genau das Coworking Space Solingen mit der Veranstaltung bewirken möchte, erfahrt ihr hier im Interview mit Phil.

Am 19.05.2021 ging der Austausch bereits in seine zweite Runde. Gut 40 eSport Experten Versammelten sich in einem Zoom Meeting um über aktuelle Themen rund um den eSport in lockerer Runde zu diskutieren. Dabei stand besonders im Fokus wie Gaming in der Breite der Gesellschaft zu mehr Akzeptanz finden kann.

Wo liegt der Unterschied zum traditionellen Sport?

Oft hat der eSport außerhalb der Szene noch ein sehr negatives Image. Doch ist Gaming mittlerweile nicht ein ganz normaler Teil des Sportalltags? In einer Welt ohne Corona Trainieren viele Kinder und Jugendliche auf dem realen Fußballplatz Tag für Tag dafür um vielleicht einmal gut genug für die Fußball Bundesliga zu werden. Professionelles Training im Gaming Bereich wird dagegen noch weitgehendst abgelehnt.

Doch wie sollen sich Strukturen rund um die eSport Szene verbessern, wen Gaming als sinnlose Daddelei angesehen wird? Ist all das, was in einem realen Fußballverein seit vielen Jahrzehnten erfolgreich umgesetzt wird nicht auch im eSport möglich? Ein Vereinswesen, in dem Eltern ihren Kindern beim Spielen zusehen können, so wie sie es voller Stolz jedes Wochenende auf den Sportplätzen tun ist der Runde nach auch im eSports möglich.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass der eSport einen sozialen Auftrag hat. Gerade in der Pandemie! In Zeiten wo eine Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen schwer möglich ist, kann der eSport eine bedeutende Rolle spielen. Soziale Fähigkeiten können während des Gamings im Verein verbessert werden. Besonders der Umgang mit negativen Erlebnissen wie Niederlagen können geübt werden. Teamfähigkeit kann auf dem digitalen Rasen genauso vermittelt werden wie auf dem realen!

Auch Themen wie Ernährung oder die Förderung von besonders begabten Gamern kann in eSport Vereinen gefördert werden. Denn 1 – 2 Stunden Gaming am Tag reichen nicht um zu einem der besten Gamer der Szene zu werden!

Ein Teilnehmer beschreibt, dass das Vereinsgefühl in seinem eSportverein genau so ist wie in jedem anderen Breitensportverein auch. Der einzige Unterschied dabei ist, dass sie sich nicht jeden Tag persönlich sehen, sondern meist nur über Onlinekommunikationstools wie Discord.

Unklare Politische Lage

Weiter sehen die Meet up Teilnehmer das Problem, das der eSport sich in der Zwischenphase der Generationen befindet. Während Eltern kaum etwas mit Gaming im Breitensport anfangen können, entwickeln Kinder immer mehr das Bedürfnis danach.

Dies spiegelt sich auch in der politischen Betrachtung des eSports wieder. Hier wird eine weitgehendste Skepsis gegenüber dem digitalen Sport wahrgenommen. So ist die Gemeinnützigkeit des eSports sehr unübersichtlich geregelt. Einige Politiker behaupten dies sei über die Jugendförderung abgedeckt, andere sehen dies nicht!

Zusehen ist die unklare rechtliche Situation des digitalen Sports auch in den unterschiedlichen Schreibweisen des Begriffs eSport in der Politik. Bis heute wendet die Politik keine einheitliche Schreibweise für den Begriff an. Einmal wird die Version esport benutzt, ein anderes Mal greifen Politiker auf die Variante eSport zurück.

Als ein weiteres rechtliches Problem für den eSport sieht die Gruppe, die unklare gesetzliche Trennung von Sport und eSport. Hier wünschen sich die Teilnehmer des eSport Meet ups eine klare Lösung von der Politik!

Wenn auch ihr das nächste Mal über wichtige eSport Themen mitdiskutieren wollt, könnt ihr euch hier euer kostenloses Ticket sichern! Das nächste eSport Meet up findet am 11.08.2021 statt.