Mannschaftsfoto aller Kölner Teams

Telekom eSports Cup wird zum deutschlandweiten Fußball-Fest

An fünf Standorten in Deutschland versammelten sich 16 Mannschaften bestehend aus 112 Spielern und Spielerinnen, um den Sieger des Telekom eSports Cup zu ermitteln. Jedes Team repräsentierte dabei eine Nation der anstehenden EURO 2024. An den Standorten saßen sich die Mannschaften unmittelbar gegenüber, während sie sich auf dem virtuellen Rasen duellierten. Aus fremden Menschen wurden innerhalb weniger Spielzüge kooperierende Einheiten, die ein gemeinsames Ziel verfolgten. Mindestens ein Tor mehr schießen als der Gegner, Punkte sammeln und dann in der K.O.-Runde ganz nach vorne preschen. Besonders elektrisierend war dabei der Zusammenhalt innerhalb eines Standorts. Selbstverständlich wollten alle Teams ihre Spiele gewinnen, doch auch die anderen Nationen vor Ort wurde tatkräftig angefeuert, sobald es gegen die überregionale Konkurrenz ging. Alle Aktiven freuten sich miteinander und teilten das Leid der unterlegenen Teams. Meistens blieb kaum Zeit für hängende Köpfe, die nächste Begegnung stand bereits kurz vor dem Anpfiff. 

Gruppenphase an den Standorten 

Klassischerweise begann auch der Telekom eSports Cup mit einer Gruppenphase, die innerhalb der Standorte ausgespielt wurde. München und Stuttgart bildeten eine Gruppe, Hamburg, Köln und Frankfurt ebenso. Jeder einzelne gewonnene Punkt war indes elementar wichtig, um eine bestmögliche Platzierung zu erzielen. Zwar buchten alle Nationen das Ticket für das Achtelfinale, jedoch hatten sämtliche Gruppenersten die Aussicht auf ein vermeintlich einfaches Los mit dem Duell gegen einen Gruppenvierten. In München sicherte sich Spanien den Standort-Sieg vor den Konkurrenten Portugal, der Schweiz und Deutschland. Gruppe B spielte in Frankfurt. Hier setzte sich Serbien vor England, Dänemark und Slowenien durch. Die Kölner Gruppe C blieb bis zuletzt spannend, wobei sich Rumänien frühzeitig als Gruppenprimus herauskristallisierte. Der Slowakei, der Ukraine und Belgien blieben nur die weiteren Plätze. In der Hansastadt Hamburg trug Gruppe D ihre Spiele aus. Portugal sicherte sich den ersten Platz vor Georgien, der Türkei und Tschechien. 

Achtelfinale mit einer faustdicken Überraschung

In der K.O.-Runde musste für die Teams alles passen. Sollte es nach 90 Minuten unentschieden stehen, mussten sich die Mannschaften auf eine nervenaufreibende Verlängerung samt Elfmeterschießen einstellen. Drei der vier Gruppenzweiten gelang gegen die Gruppendritten der Viertelfinaleinzug. Nur die Slowakei musste sich nach 120 Minuten samt des Showdowns aus elf Metern Dänemark geschlagen geben. Bei den Gruppenersten ergab sich das identische Bild, Portugal schlug Deutschland deutlich, Rumänien ließ Slowenien keine Chance und auch Serbien hielt sich gegen Belgien schadlos. Die Sensation ereignete sich im Nord-Süd-Gipfel im Duell zwischen den Spaniern aus München und Tschechien aus Hamburg. Die favorisierte Furia Roja fand nicht zu ihrem Spiel und musste zwei Sonntagsschüsse hinnehmen, die den Underdog in Front brachten. Trotz bester Möglichkeiten rettete Tschechien das knappe 2:1 über die Zeit. Unmittelbar mit dem Schlusspfiff platzte die Freude aus dem tschechischen Team heraus und es bildete sich eine laut jubelnde Menschentraube um die Viertelfinalisten. 

Runde der letzten Acht 

Im Viertelfinale endete die besondere Reise des letzten verbliebenen Gruppenvierten Tschechien gegen Serbien. Das 0:4 war letztendlich standesgemäß und hoch verdient. Dennoch verabschiedete sich die Mannschaft erhobenen Hauptes aus dem Turnier. Die anderen Spiele in der Runde der letzten Acht waren alles andere als eindeutig. Portugal unterlag Rumänien dramatisch, nachdem ein Tor in der Nachspielzeit wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung fand. England besiegte derweil Italien mit 2:1, während auch der letzte Gruppendritte frühzeitig aus dem Turnier ausschied. Gegen Georgien unterlag Dänemark mit 1:2. 

Verteilung der Medaillen 

Die vier verbliebenen Mannschaften hatten nun die Möglichkeit mit mindestens einem Sieg einen Platz auf dem Treppchen zu erringen. Im ersten Halbfinale zwang Serbien Rumänien mit 2:1 in die Knie. Parallel ereignete sich Dramatisches in der Begegnung zwischen England und Georgien. Beide Mannschaften hatten mit besonderen Angriffsaktionen des Gegners zu kämpfen, die immer wieder zu Toren führten. Aus dem torreichen Spiel ging England als Sieger hervor, das den knappen Vorsprung beim 4:3 ins Ziel bringen konnte. Im kleinen Finale zwischen den unterlegenen Halbfinalisten setzte sich Rumänien verdient gegen Georgien durch, denen nur der undankbare vierte Platz blieb. Das Endspiel zwischen zwei Frankfurter Mannschaften entwickelte sich schnell zu einem serbischen Fußballfest. Nach dem knappen 1:0-Erfolg in der Gruppenphase trumpfte dieses Mal der serbische Angriff zahlreich auf. Bereits zur Pause hatte sich das Team einen 4:0-Vorsprung erarbeitet. Nach 90 Minuten zeigte die Anzeigentafel im Stadion den Endstand von 5:1 an.